78 Treffer beim Spaß-Spektakel gegen Burgdorf


Von Eric Zimmer

WIE EINE GROSSE FAMILIE: Recken und Nordstars begrüßen sich vor dem Anpfiff. (Foto: Petrow)
WIE EINE GROSSE FAMILIE: Recken und Nordstars begrüßen sich vor dem Anpfiff. (Foto: Petrow)

HANNOVER. Studenten, Maschinenbauer, Banker. Die 14 Handballer der hannoverschen Nordstars sind alles – nur keine Profis. Gestern durfte der Verbund aus den Landesliga-Teams TuS Vinnhorst und HSG Herrenhausen/Stöcken trotzdem Bundesliga-Luft atmen. Die NP und die Sparkasse Hannover hatten es möglich gemacht: Die Nordstars bewarben sich bei der Aktion „Holt euch die recken" und erhielten den Zuschlag. Der brachte der Mannschaft ein Heimspiel gegen die Stars der TSV Hannover- Burgdorf. vor 360 Zuschauern gabs in der Halle der Grundschule Wendlandstraße zwar eine 22:56-Niederlage, gewonnen haben die Nordstars aber trotzdem. Die einnahmen des Abends gehen in die Mannschaftskasse. Und so lief das Spiel:
 
17.30 Uhr: Draußen in der Schlange vor der Halle steht Veit Jahns (7). „Die Burgdorfer machen locker 60 Stück, wetten? Aber das wird cool. ich dachte, die aus der Bundesliga haben für so etwas gar keine zeit", sagt Veit erstaunt.
 
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ABSPRUNG: Nordstar Jan Butke (links) spielt riesig gegen Burgdorf-Profi Joakim Hykkerud. (Foto: Petrow)
ABSPRUNG: Nordstar Jan Butke (links) spielt riesig gegen Burgdorf-Profi Joakim Hykkerud. (Foto: Petrow)
7.41 Uhr: Ansprache in der Nordstars- Kabine. Trainer Sven Reuter zu seinen Jungs: „Wir wollen Spaß haben,hart arbeiten, aber fair bleiben. Und ein paar Tricks dürft auch ihr machen." Sein Team muss schmunzeln ...
 
18.09 Uhr: Warmmachen. Breites Grinsen bei den Amateuren, wenn sie mit Blick auf die Burgdorfer dahertraben. Burgdorf-Trainer Christopher Nordmeyer lobt die Jugendarbeit der Nordstars: „Super zu sehen, was so ein Klub auf die Beine stellen kann."
 
18.29 Uhr: Die Teams laufen auf. Großer Abend für die Minis vom Mellendorfer TV und von der HSG Badenstedt, die mit den Mannschaften zu „Hells Bells" von Ac/ Dc in die Halle rennen.
 
18.36 Uhr: Anwurf. Sekunden später gönnt sich Torge Herzberg aus dem HSG-Herrenhausen/ Stöcken-Block den ersten Wurf – Martin Ziemer hält. egal. Die Halle feiert.
 
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GEFRAGT: Burgdorfs Profi Juan Andreu erfüllt gern Autogrammwünsche. (Foto: Petrow)
GEFRAGT: Burgdorfs Profi Juan Andreu erfüllt gern Autogrammwünsche. (Foto: Petrow)
8.46 Uhr: Sören Krell trifft! Das erste Tor für die Nordstars. Der stolze Schütze dreht jubelnd ab. Dass es das 1:3 war, interessiert keinen.
 
18.46 Uhr: Die Minute von Patrick Waindok im Nordstars-Kasten. erst einen Siebenmeter gegen Jannis Fauteck gehalten, dann zwei weitere Glanzparaden mit der Siegerfaust Richtung Fans.
 
19.10 Uhr: Gar nicht schlecht, Nordstars! mit der Pausensirene macht Yannick Graeser die zehnte Bude für die Amateure. mit 24:10 für die recken gehts in die Halbzeit, in der Sparkassenvorstand Walter Kleine einen 500-euro- Scheck an die Nordstars übergibt – und noch was draufpackt: 50 Euro extra für jedes Nordstars- Tor in Halbzeit zwei.
 
GLEICH GEHTS LOS! So sieht das aus, wenn sich die Nordstars in ihrer Kabine auf das Spaß-Spiel einstimmen. (Foto: Petrow)
GLEICH GEHTS LOS! So sieht das aus, wenn sich die Nordstars in ihrer Kabine auf das Spaß-Spiel einstimmen. (Foto: Petrow)
19.32 Uhr: Kleine kann die Geldbörse noch stecken lassen. Burgdorf rollt und führt mit 31:11.
 
19.43 Uhr: Arne Toewe hat eine Kiste Bier verdient: Drei Treffer von ihm machen 150 Euro für die Kasse.
 
19.50 Uhr: 1000 Euro sind voll! Sönke Röhrs sorgt mit Treffer 20 der Nordstars für Stimmung.
 
20 Uhr: vorbei. Die Nordstars verlieren das Spaß-Match mit 22:56. volle Kasse, La ola, grinsende Amateure – und kein Profi verletzt. Spieler des Abends: Sönke Röhrs, der einen signierten Ball der recken überreicht bekommt.
 

20.30 Uhr: Das haben sie sich verdient. Die Party danach steigt im „culinar", der Vereinsgaststätte des MTV Herrenhausen.
Sparkassenmann Kleine kann dort auch noch lachen – und legt die 600 Euro gern obendrauf.
 
22.30 Uhr: Sparkassenchef Kleine legt sich fest: „So ein Spiel muss es wieder geben".


NP-INTERVIEW

Torwart-Titan Waindok gibt jetzt einen aus

 
BEEINDRUCKT: Patrick Waindok weiß jetzt, wie sich Profi-Torhüter fühlen. (Foto: Petrow)
BEEINDRUCKT: Patrick Waindok weiß jetzt, wie sich Profi-Torhüter fühlen. (Foto: Petrow)
Natürlich war's auch für den Nordstars-Torhüter Patrick Waindok von TuS Vinnhorst ein einmaliger Abend. Mehrmals rettete er in höchster Not, wurde dafür von den Zuschauern in der Wendlandhalle gefeiert – und gab NP-Mitarbeiter Stefan Weisbrod anschließend ein Interview.
 
Sind Ihnen schon einmal so die Bälle um die Ohren geflogen?
 
Nein, so schlimm war's noch nie. Da rollte ja ein Angriff nach dem anderen. So hatte ich wenigstens viel zu tun.
 
Einige haben Sie gehalten, sogar einen Siebenmeter ...
 
Ja, und es ist toll, wenn 400 Fans jubeln. Sonst haben wir 30 bis 50 Zuschauer bei unseren Spielen. So wie ich diesmal, müssen sich die Bundesliga-Torhüter bei Heimspielen nach einer Parade fühlen. Das Spiel werde ich nie wieder vergessen.
 
Nach Ihrer dritten Parade in Folge meinten die Reservisten, Sie müssten dafür einen ausgeben. Passiert das?
 
Dafür sicher nicht. Aber das mache ich nach so einem Erlebnis trotzdem gerne.
 
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Abdruck mit freundlicher Genehmigung NP Hannover

Quelle: Neue Presse vom 21.02.13
 


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