Topspiel, Derby, was will man mehr

Es ist das Spiel, worauf alle gewartet haben. Am Samstag trifft der TuS im heimischen Sportzentrum auf den HC Eintracht Hildesheim. Es ist ein Derby, und es ist das absolute Spitzenspiel der Staffel. Da aller Voraussicht nach beide Mannschaften die Aufstiegsrunde erreichen werden, geht es um die bessere Ausgangsposition, also darum, wer am letzten Spieltag beim erneuten Aufeinandertreffen Heimrecht hat. Anwurf ist um 18 Uhr, Sportdeutschland überträgt wie gewohnt live.

 

Die bessere Ausgangsposition für dieses Spiel haben die Gäste aus der Domstadt. In der aktuellen Tabelle stehen sie zwar hinter den Vinnhorstern, haben weniger Spiele und dadurch weniger Pluspunkte, bei den Minuspunkten aber haben sie die Nase vorn. Während der TuS über die gesamte Spielzeit 3 Punkte abgeben musste, verlor die Eintracht nur das Hinspiel gegen Vinnhorst, hielt sich sonst aber schadlos. Dementsprechend gehen sie mit nur zwei „Miesen“ ins Rennen. Die Rot-Blauen brauchen also einen Sieg, um den ersten Tabellenplatz aus eigener Kraft halten zu können.

Das Hinspiel war schon ein echter Kracher. 1.660 Zuschauer verwandelten die Volksbank-Arena zu Hildesheim in einen echten Hexenkessel. Zur atemberaubenden Stimmung trugen auch rund 100 mitgereiste Vinnhorster Fans bei, die ihr Team lautstark unterstützten. Das Duell auf den Rängen verlief genauso auf Augenhöhe wie das auf der Platte. Immer wieder wechselte die Führung und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Letztlich war es Stefan Hanemann, der Torwart der Rot-Blauen, der sein Team mit zahlreichen Paraden in der Crunchtime auf die Siegerstraße brachte. Das Endergebnis von 25:30 (13:13) spiegelte die Dramatik des Spiels nicht wirklich treffend wider.

Und genau so ein harter Kampf erwartet uns auch im Rückspiel. Beide Mannschaften kennen sich aus diversen Duellen. Beide Mannschaften gehen bis in die Haarspitzen motiviert in die Partie. Für den TuS wird es darauf ankommen die Konzentration am oberen Limit zu halten. Denn die Eintracht bestraft jeden Fehler. Vor allem Linksaußen Lothar von Hermanni ist einer der besten Tempogegenstoß-Spieler der Liga und Toptorschütze der Gäste. Ihn gilt es nicht ins Laufen kommen zu lassen. Im gebundenen Angriff wird es viel auf Spielmacher Sören Kress ankommen. Gemeinsam mit dem starken Kreisläufer Nikolaos Tzoufras hat er das Potenzial eine Mannschaft auseinander zu nehmen. Auch der bundesligaerfahrene Marko Matic ist als Rückraumschütze nicht zu unterschätzen, aber wenn die Abwehr des TuS ihr volles Potenzial über 60 Minuten auf die Platte bringt, wird es für jede Mannschaft schwer Tore zu erzielen.

Es wird auf Kleinigkeiten ankommen, auf die Tagesform, vielleicht auch auf die Schiedsrichter oder das Publikum. 500 Zuschauer lässt die derzeitige Lage wohl zu und die werden es dann auch werden. Etwa 50 Karten gingen auf offiziellen Kanälen nach Hildesheim. Die Vinnhorster Fans der Roten Wand haben sich einiges vorgenommen und wollen ihr Team nach vorne peitschen. Wir freuen uns auf einen spannenden Handballabend.