Duell der Landeshauptstädte

Acht Siege in acht Spielen, 16:0 Punkte, beim TuS läufts. Am kommenden Samstag wartet aber schon die nächste Bewährungsprobe auf die Rot-Blauen. Es geht wieder Richtung Ostsee, zu den Mecklenburger Stieren nach Schwerin in die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Anwurf in der Erich-Kästner-Sporthalle ist um 17 Uhr. Sportdeutschland.tv streamt das Spiel live in die heimischen Wohnzimmer.

Der Verein entstand 2012 nach der Insolvenz des traditionsreichen Schweriner Vereins SV Post Schwerin und dem damit verbundenen Zwangsabstieg aus der 2. Handball-Bundesliga, durch den Zusammenschluss des Mecklenburger HC mit dem ehemaligen SV Post zum SV Mecklenburg Schwerin. Der Verein trug zunächst nur den Spitznamen „Mecklenburger Stiere“. Er wurde später von SV Mecklenburg Schwerin in Mecklenburger Stiere Schwerin umbenannt. Seit der Saison 13/14 tritt der Verein in der Dritten Liga an.
Der Vorgängerverein wurde am 23. Januar 1950 als Sportvereinigung Post Schwerin gegründet. 1957 wurde bei der dann Betriebssportgemeinschaft Post Schwerin die Handballabteilung gebildet, zu der zunächst nur je eine Jungen- und eine Mädchenmannschaft gehörten. Vom Aufstieg 1970 bis zur Zusammenlegung von Oberliga und Bundesliga nach der Wiedervereinigung, war die BSG ständiges Mitglied der Oberliga. In den 2000er Jahren gelang dem dann wieder SV Post Schwerin genannten Verein zweimal der Aufstieg in die erste Bundesliga. In den Saisons 01/02 und 04/05 spielte man in der höchsten deutschen Spielklasse, musste aber jeweils sofort wieder absteigen. Bis zur Insolvenz im Jahr 2012 spielte der Verein in der zweiten Liga.
In der aktuellen Saison liegt die Mannschaft, die vom polnischen Coach Arek Blacha trainiert wird, mit 4:14 Punkten auf Rang 11 der Nordstaffel. Punkte holte das Team jeweils gegen die unter sich stehenden Teams aus Nienburg und Flensborg. Bester Werfer der Stiere ist der tschechische Rechtsaußen Miroslav Nedoma. Der Linkshänder erzielte 53 Treffer, davon 20 Siebenmeter. Damit liegt er nur zwei Tore hinter Vinnnhorsts Falk Kolodziej auf Rang vier der Torschützenliste, allerdings mit einem Spiel mehr. Teamintern folgt ihm mit 42 Toren, alle aus dem Feld, Fynn-Ole Fritz. Der Rückraumspieler und ehemalige Berliner Fuchs ist mit seinen 1,95m eine gefährliche Waffe der Stiere.
Der TuS wird weiter von seinem aufgebauten Selbstvertrauen profitieren und den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dafür ist Davor Dominikovic inzwischen bekannt. Er erwartet gegen jede Mannschaft hundertprozentigen Fokus seiner Mannschaft. Das Team wird hochmotiviert nach Schwerin reisen und großen Willen zeigen, die nächsten Punkte nach Vinnhorst zu holen.